Monika Weßeling

Monika Weßeling

Mykotherapie

Die Behandlung mit Vitalpilzen wird Mykotherapie genannt. Die Therapie ist schon seit vielen tausend Jahren bekannt. Sie hat den Ursprung in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Das Wort mykos kommt aus dem Griechischen. Es bedeutet Pilz.

Bereits in der Antike wurden Pilze zur Heilung eingesetzt. Im Mittelalter wurden bereits das Judasohr und der Echte Zunderschwamm verwendet. Noch heute gehören In Asien viele Vitalpilze zum täglichen Speiseplan. Vor allem der Shiitake. Und Anfang der 50er Jahre wurde in Europa mit der Forschung an Vitalpilzen begonnen.

Cordyceps - der RaupenpilzPilze haben ein großes Spektrum an Wirkstoffen. Die Mykotherapie betrachtet Menschen und Tiere ganzheitlich. Und die Pilze werden individuell eingesetzt. Vitalpilze stärken den Organismus. Bei einer ganzheitlichen Betrachtungsweise wird immer versucht, die Ursache der Erkrankung zu finden.

Heute geht der Trend hin zu alternativen Heilmethoden. Hierbei kann die Naturheilkunde allein und auch begleitend zur Schulmedizin eingesetzt werden.

Vitalpilze/Heilpilze wurden erst in den letzten Jahren bekannter. Vorher waren sie kaum erhältlich. Jetzt wird die Mykotherapie immer öfter verwendet. In Deutschland setzen bereits einige Tausend Therapeuten die Mykotherapie ein.

Im Pilzpulver vom ganzen Pilz sind Tausende von Inhaltsstoffen enthalten. U. a. Vitamine, Mineralien, Aminosäuren, Enzyme, Triterpene, Adenosing, Glykoproteine usw. Diese unterstützen sich gegenseitig. Erst dadurch wird ein Miteinander ermöglicht.

Die Therapie mit Vitalpilzen ist mittel- bis langfristig ausgelegt. Und dadurch können die Pilze die Ursache der Erkrankung  beseitigen.

Bei welchen Krankheiten können Vitalpilze eingesetzt werden?

Das Spektrum ist sehr vielfältig.

Nur einige Beispiele sind:

  • Allergien
  • Verdauungsbeschwerden
  • Krebs
  • Bluthochdruck
  • Diabetes
  • Nierenerkrankungen
  • Lebererkrankungen

Auch bei Verhaltensstörungen von Tieren oder Stresserscheinungen von Mensch und Tier können Vitalpilze ausgewählt werden.

Die Mykotherapie wirkt entgiftend. Daher kann es in den ersten Tagen zu Übelkeit, Durchfall, Erbrechen oder Hauterscheinungen kommen. Auch das gilt sowohl für den Menschen als für das Tier.

Ich erstelle für meine Patienten daher immer eine “einschleichende” Therapie. Die Menge des Pilzpulvers wird über Wochen langsam gesteigert. Dadurch treten solche Nebenwirkungen äußerst selten auf. Die Dosierung ist individuell und kann zu Beginn von 1 Messerspitze täglich bis zu mehreren Kapseln täglich reichen.

Beispielhaft führe ich den Hericium auf. Dieser Pilz kann sowohl sehr gut in der Verhaltenstherapie als auch bei Darmerkrankungen und vielen anderen Krankheiten eingesetzt werden. Natürlich müssen Vitalpilze in jedem Fall immer individuell für den Patienten bestimmt werden.

Der Hericium erinaceus

Der Hericium (Igelstachelbart) ist ein sehr seltener Pilz. Er wächst zwar als Baumpilz auf dem Stamm auch in Deutschland und in anderen Ländern, aber nur in sehr alten Wäldern. Diese gibt es jedoch immer weniger. Er ist ein Parasit.

Das Aussehen des Igelstachelbarts ist außergewöhnlich. In Japan heißt er Yamabushi-take. Yamabushi heißt Bergprediger und take Pilz. China bezeichnet ihn als Affenkopfpilz  (hou tou gu), in England heißt er Löwenmähne (Lions’ mane), in Frankreich weißer Bommel (Pom Pom blanc).

Obwohl der Hericium sehr delikat schmeckt, ist er bei uns kaum als Speisepilz bekannt. Und er wird mit Kalbfleisch oder Huhn verglichen – mit Nuancen von Kokos und Zitrone. Er hat mehr als 30 Aromastoffe. Der Hericium kann – ähnlich einem Schnitzel – in der Pfanne gebraten werden. Dazu sollte er vorher in Scheiben geschnitten werden.

Er wird bei Magen- und Darmerkrankungen empfohlen, Allergien oder auch beim Sommerekzem des Pferdes. Auch bei Schmerzen ist ein Einsatz möglich. Die Indianer verwenden ihn zur Blutstillung. Bei Schlafstörungen kann er helfen. Er kann beim Tier und beim Menschen bei Ängsten, Stress oder Unruhe eingesetzt werden.

Der Hericium wirkt direkt auf die Nervenzellen und regeneriert diese. Er enthält Hericenon und Erinacin (ein Diterpenoid). Ebenfalls kann er die Stimmung aufhellen, die Gründe dafür sind noch nicht geklärt. Vermutet wird, dass die Gesamtheit der Wirkstoffe dazu beiträgt, u. a. pflanzliche Hormone.

Ich setze in meiner Praxis die Mykotherapie öfter begleitend zur homöopathischen Behandlung ein und habe damit gute Erfahrungen gemacht. Tiere nehmen das Pulver fast immer an, selbst unsere als mäkelig bekannten Katzen akzeptieren es fast immer im Futter.

Ihre Tierheilpraktikerin und Katzenexpertin in Langenfeld und Umgebung und online

Monika Weßeling 

0 Kommentare

Weitere interessante Artikel

Homöopathie

Homöopathie

Samuel Hahnemann begründete das Prinzip der Homöopathie. Hinweise auf die Homöopathie finden wir jedoch schon im Alten Testament, bei Aristoteles und Hippokrates.Samuel Hahnemann wurde in Triebischvorstadt geboren. Sein Vater war als Porzellanmaler in der Meißener Porzellanmanufaktur beschäftigt.Hahnemann begann nach seinem Schulabschluss in Meißen 1775 ein Medizinstudium in Leipzig, das er 1779 beendete. Zuerst eröffnete er eine kleine Arztpraxis.

mehr lesen
Bachblüten

Bachblüten

Um 1930 entwickelte Dr. Edward Bach die Bachblüten-Therapie. Er war Arzt, Immunologe und Bakteriologe. Die Therapie wird als naturheilkundliches Verfahren wissenschaftlich nicht anerkannt. Dr. Bach war der Meinung, dass die Psyche auch körperliche Krankheiten auslösen kann. Er beschrieb 38 Blüten, deren Wirkung er an sich selbst und an Patienten testete.

mehr lesen