Monika Weßeling

Monika Weßeling

Die Weihnachtszeit beginnt

und damit viele Gefahren für unsere Tiere. Hier ein paar Tipps und Infos.

 

Brennende Kerzen

Brennende Kerzen sollten Sie nie unbeobachtet lassen. Die Katze oder der kleine Hund springen plötzlich auf den Tisch, reißt die Kerze herunter und der Schwanz steht in Flammen.

Stövchen

Es kann sehr schnell heruntergeworfen werden und einen Brand verursachen.


Trockengestecke

Katzen beknabbern sehr gerne Trockengestecke. Diese werden sehr oft mit Lacken behandelt und stellen daher eine Gesundheitsgefahr dar.


Bänder, Wolle, Kordeln

Bitte lassen Sie keine Bänder in der Wohnung liegen. Katzen können sich beim Spielen damit erdrosseln. Wolle ist aus den gleichen Gründen sehr gefährlich.

Denken Sie daran: Katzen sind sehr neugierig – um einiges mehr als Hunde!

Geschenkbänder, Kordeln o. ä. können Katzen, einmal angefangen zu fressen, nicht mehr ausspucken. 

Katzen haben auf ihrer Zunge kleine Widerhaken. Daran kann das Band hängenbleiben. Die Katze kann sich dann nicht mehr befreien. Das ganze Band schluckt sie dann nach und nach hinunter. Das kann lebensgefährlich werden, weil sich ggf. Magen und Darm mit dem Band umwickeln. Die Darmwand kann aufreißen. 

Wenn ein Band aus dem After Ihres Tieres hängt, ziehen Sie bitte niemals daran. Bringen Sie Ihr Tier sofort zum Tierarzt. Ggf. muss es dort geröntgt und operiert werden.

 

Adventsdekoration

Hund oder Katze können die Kleinteile von allen Dekorationsgegenständen verschlucken. So kann ein lebensbedrohlicher Darmverschluss entstehen.

 

Giftige Pflanzen

Ich gehe hier nur auf zwei sehr beliebte und bekannte Pflanzen ein, verzichten Sie bitte auf beide, wenn Tiere mit Ihnen im Haushalt leben.

Die Christrose

Die Pflanze hat schöne weiße Blüten und erreicht eine Grö0e von 10 bis 30 cm. Sie ist jedoch für Tiere sehr giftig. Alle Teile der Pflanze enthalten toxische Inhaltsstoffe. Symptome einer Vergiftung ähneln einer Überdosierung von Digitalis: Das Tier leidet unter Durchfall, Erbrechen, Herzrhythmusstörungen können dazukommen. Auch bei Pferden kann ein Kontakt mit der Christrose tödlich enden.

Der Weihnachtsstern

Dieser gehört zu den Wolfsmilchgewächsen. Der austretende Milchsaft ist besonders für Tiere giftig. Aber auch für bei Menschen kann der Milchsaft auf der Haut zu Entzündungen führen. Ich empfehle daher, Handschuhe zu tragen, wenn Sie mit dem Weihnachtsstern Kontakt haben.

 

O Tannenbaum, O Tannenbaum – oder doch nicht?

Die Frage stellt sich immer dann, wenn Tiere (besonders jüngere) oder Kleinkinder im Haus leben. Für die meisten gehört ein schön geschmückter Baum zu Weihnachten dazu.

Es ist eine individuelle Entscheidung.

Weihnachtsbäume sind in geringem Maß giftig. Tannen und Fichten enthalten Tannine und ätherische Öle. Auch Im Harz sind diese Bestandteile enthalten. Hund oder Katze sollten daher nicht an dem Baum nagen oder in ihm klettern. Durch die Aufnahme von Nadeln, Sprossen und Rinde können Magenschleimhautentzündungen entstehen. Die höchsten Mengen an Tanninen enthalten Blautannen. Auch die Fichte ist toxisch, da sie Terpentinöl enthält.

Außerdem werden die meisten Weihnachtsbäume zusätzlich chemisch mit Pflanzenschutzmitteln behandelt.

Wichtig ist das auch für Pferde, weil immer wieder Weihnachtsbäume auf die Weide gelegt werden. Tannenbäume sind kein Futter für Pferde!

Weihnachtsbaumkugeln aus Glas sind sehr zerbrechlich und können zu Unfällen führen. Selbst wenn das Tier die Kugel nur im Vorbeigehen streift, kann sie zu Boden fallen und das Tier tritt in die Scherben. Evtl. muss eine größere Wunde sogar in der Tierklinik genäht werden.

Wenn Sie einen Baum aufstellen möchten, muss er völlig standsicher sein. Die Dekoration sollte beispielsweise aus Plastikkugeln oder Strohsternen und -figuren bestehen, auch Holzfiguren sind möglich.

Nutzen Sie auf keinen Fall Kerzen aus Wachs, sehr schnell kann ein Brand verursacht werden. Aber auch bei elektrischen Kerzen gilt das Gleiche wie bei Glaskugeln – sie sind sehr zerbrechlich. Und wenn ein Kitten oder ein Welpe aus Neugier in den Weihnachtsbaum springt, kann das einiges nach sich ziehen.

 

Nüsse und Schokolade für den Hund können giftig sein!

Schokolade enthält Theobromin, welches vor allem für Hunde und Katzen hochgiftig ist. Bereits eine geringe Aufnahme kann zu Erbrechen und Durchfall führen und mit dem Tod enden. Herzrhythmusstörungen und ein Atemstillstand können eintreten. Je höher der Kakaoanteil ist, desto größer ist die Gefahr der Vergiftung. Gerade in der Weihnachtszeit werden schnell mal Schoko-Lebkuchen stehen gelassen – und schnell ist es passiert und der Hund hat einige gefressen. Die Katze ist nicht so gefährdet, da sie diese Nahrungsmittel meistens unberührt lässt.

Viele Nüsse können für den Hund giftig sein oder Allergien herbeiführen.

 

Mandeln

Süße Mandeln können Hunde fressen. Teilweise sind jedoch in den Fertig-Packungen bittere Mandeln enthalten. Darin ist Amygdalin enthalten. Dadurch wird im Darm Blausäure freigesetzt. Besonders für kleinere Hunde kann das gefährlich werden.

 

Macadamia-Nüsse

Macadamia-Nüsse sind für Hunde absolut giftig. Bereits vier Nüsse können zu einer schweren Vergiftung führen. Warum die Nüsse für den Hund giftig sind, konnte noch nicht herausgefunden werden.


Pekannüsse, Paranüsse, Pistazien und Cashewnüsse

Diese Nuss-Sorten können unbesorgt gefüttert werden. Achten Sie jedoch darauf, dass die Nüsse ungesalzen sind. Und füttern Sie nur geringe Mengen. Die Leckereien sind sehr fettreich. Geben Sie Ihrem Hund keine Pistazien, die lange gelagert wurden, dadurch sind vielleicht Schimmelpilze entstanden. Die Pistazien sollten frisch sein.

 

Erdnüsse und Haselnüsse

Einige Hunde sind gegen Haselnüsse und Erdnüsse allergisch. Bei einer vorhandenen Nieren- oder Herzerkrankung können diese Nussarten zusätzlich schaden. Erdnüsse sind übrigens keine Nüsse, sondern Hülsenfrüchte.

 

Walnüsse

Walnüsse dürfen nur ganz reif und ohne Schale gegeben werden. Besser ist es, darauf zu verzichten, wenn Sie sich nicht sicher sind. Wenn die Walnüsse noch frisch und grün sind, können sie von einem Pilz befallen sein, dem Penizillium crustosum. Dieser enthält das Gift Roquefortin C. Es wirkt ähnlich wie Strychnin. Bei Hunden können dadurch Anfälle entstehen, Krämpfe, Erbrechen, im schlimmsten Fall kann die Vergiftung tödlich enden.

 

Spielen mit Nüssen

Das Spiel kann gefährlich enden. Zerkaute Schalen können zu Verletzungen der Maulschleimhaut führen. Beim Verschlucken kann es zu einem Darmverschluss kommen.

 

Gibt es eine gute Alternative?

Die Marone enthält viel Vitamin B und wenig Fett. Außerdem ist sie glutenfrei und daher auch sehr gut zum Füttern geeignet, wenn Hunde ernährungssensibel sind.

 

Ihre Tierheilpraktikerin und Katzenexpertin in Langenfeld und Umgebung und online

 

Monika Weßeling  

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