Monika Weßeling

Monika Weßeling

Bachblüten

Kennen Sie die Bachblüten-Therapie?

 

Um 1930 entwickelte Dr. Edward Bach die Bachblüten-Therapie. Er war Arzt, Immunologe und Bakteriologe.

Die Therapie wird als naturheilkundliches Verfahren wissenschaftlich nicht anerkannt. Dr. Bach war der Meinung, dass die Psyche auch körperliche Krankheiten auslösen kann. Er beschrieb 38 Blüten, deren Wirkung er an sich selbst und an Patienten testete.

Bachblüten sind keine Medikamente im klassischen Sinne. Sie werden gegen negative Grundstimmungen verordnet.

Die Grundidee der Bach-Blütentherapie ist “Behandle den Patienten und nicht die Krankheit”, also die Seelenebene. Die Therapie kann ohne Einschränkungen auf das Tier übertragen werden. Die Ermittlung der benötigten Blüten erfolgt aufgrund von Beobachtungen des Tieres und der Schilderungen des Halters.

bachbluetenHeute ist die Bachblüten-Therapie weltweit bekannt und wird häufig bei der Behandlung von Menschen, Tieren und auch Pflanzen angewendet.

 

Die Herstellungsmethoden

Dr. Bach entwickelte zwei HerstellungsverfahrenBachblüten werden gesammelt und danach entweder nach der Sonnen- oder der Kochmethode weiter verarbeitet.

Bei der Sonnenmethode werden die Blüten in eine mit Quellwasser gefüllte Schale gelegt. Diese wird dann für etwa 3 Stunden in die Sonne gestellt.

Bei der Kochmethode werden die Blüten etwa 30 Minuten gekocht.

Danach wird das Wasser gefiltert und mit Brandy konserviert. Nach einer weiteren Zubereitung entsteht dann die “Stockbottle”. Rock Water ist eine Ausnahme: Hier wird das Wasser aus Quellen gewonnen.

Zum großen Teil werden Bachblüten in braunen oder blauen Pipettenflaschen aus Glas verkauft.

 

Es gibt folgende 38 Blüten

Agrimony
Aspen
Beech
Centaury
Cerato
Cherry Plum
Chestnut Bud
Chicory
Clematis
Crab Apple
Elm
Gentian
Gorse
Heather
Holly
Honeysuckle
Hornbeam
Impatiens
Larch
Mimulus
Mustard
Oak
Olive
Pine
Red Chestnut
Rock Rose
Rock Water
Scleranthus
Star of Bethlehem
Sweet Chestnut
Vervain
Vine
Walnut
Water Violet
White Chestnut
Wild Oat
Wild Rose
Willow

 

Beispielhaft möchte ich die Bachblüte “Mimulus” kurz beschreiben

Bachblüte Mimulus

Die Gefleckte Gauklerblume stammt aus Nordamerika. Sie wird Affenblume genannt und wird zwischen 30 und 90 cm hoch. Sie blüht den ganzen Sommer hindurch von Mai bis September.

Viele Sorten sind winterhart. Ihren Namen hat sie von den wunderschönen fröhlich bunten Blüten. Diese lassen den Betrachter an ein Gesicht denken.

Tiere, die überempfindlich gegen Außeneinflüsse sind oder Angst haben vor konkreten Dingen, brauchen Mimulus. Sie sind scheu und zurückhaltend in ihrem Verhalten und ziehen schnell Erkrankungen an sich. Diese Tiere benötigen unbedingt Rückzugsmöglichkeiten im Haus, um sich verstecken zu können.

 

Die Notfalltropfen

Die Notfalltropfen von Dr. Bach (Rescue-Tropfen) stellen eine Besonderheit dar. Sie werden aus diesen 5 Blüten zusammengesetzt:

Nr. 6 Cherry Plum
Nr. 9 Clematis
Nr. 18 Impatiens
Nr. 26 Rock Rose
Nr. 29 Star of Bethlehem

Die Kombination ist in Pipettenflaschen erhältlich. Wählen Sie für Tiere unbedingt immer eine Mischung ohne Alkohol.

Die Notfalltropfen sollten nur in Notfällen angewendet werden und eignen sich nicht zur langfristigen Behandlung. Sie können z. B. vor Tierarztbesuchen eingesetzt werden oder wenn das Tier einen Unfall oder ein Trauma erlitten hat.

Es gibt heute viele Bachblüten-Produkte im Handel: Drops, Tee, Bachblüten-Salbe, Kaugummis usw. Bachblüten gibt es auch als Globulis, die Tropfen werden mit und ohne Alkohol hergestellt.

 

Aufbewahrung und Verabreichung

Bachblüten sollten kühl und dunkel aufbewahrt werden.

Bachblüten sollten 4 x täglich gegeben werden, jeweils 4 Tropfen. Wenn Ihnen die mehrmalige Gabe nicht möglich ist, reduzieren Sie auf 2 oder 3 x täglich, jedoch wird die Behandlung dann voraussichtlich länger dauern. Dem Halter oder dem Tier sollte durch die Eingabe kein zusätzlicher Stress entstehen.

Bachblüten sollten vom Tier möglichst direkt über die Maulschleimhaut aufgenommen werden. Es gibt jedoch mehrere Möglichkeiten der Eingabe:

  • aus der Handfläche bzw. vom Handrücken (nehmen sehr viele Tiere gerne an und schlecken die Tropfen ab)
  • mit der Pipette ins Mäulchen tropfen (die Pipette sollte jedoch keinen Kontakt mit Haut oder Fell bekommen wegen möglicher Verunreinigungen)
  • auf das Futter tropfen
  • auf ein Leckerchen tropfen
  • in Sahne oder Milch/Katzenmilch vermischt anbieten
  • auf Paste tropfen
  • evtl. auf das Pfötchen, wenn das Tier dann wirklich die Pfote putzt (beobachten)
  • evtl. über das Trinkwasser
  • Tropfen auf das Mäulchen reiben
  • Auftropfen zwischen den Ohren
  • über das Fell streichen

 

Hat die Therapie Nebenwirkungen?

In den ersten Tagen kann es sein, dass ihr Tier sich mehr zurückzieht, viel schläft, es kann sogar zu Durchfall oder Verstopfung kommen Es kann auch zu einer kurzzeitigen Verschlimmerung der vorhandenen Symptome kommen, die evtl. bis zu 2 Tage andauern kann (bei den mir bekannten Fällen ist dies bisher nicht einmal aufgetreten).

 

Wie lange dauert eine Therapie?

Eine Therapie dauert meistens mehrere Monate, mit 3 Monaten müssen Sie fast immer rechnen, es kann jedoch bis zu 6 Monaten (und ggf. auch noch länger) dauern.

Bachblüten werden individuell für jedes Tier genau ausgewertet und zusammengestellt. Manche Tiere benötigen eine Dauer-Therapie.

Die Dauer ist also immer individuell.

 

Erfahrungen in meiner Praxis

Einer meiner Therapie-Schwerpunkte ist die Bachblüten-Methode. Ich habe teilweise schon erstaunliche und schnelle Erfolge mit Bachblüten erlebt.

Im letzten Jahr habe ich eine Katze behandelt, die bereits seit mehreren Jahren unsauber war. Sie war organisch beim Tierarzt untersucht worden und hatte keinerlei gesundheitliche Probleme.

Ich bat die Halterin, einige Änderungen in der Umgebung vorzunehmen. Danach setzten wir sofort die von mir individuell bestimmte Bachblüten-Mischung ein.

Bereits nach mehreren Tagen vergrößerten sich die Abstände der “Pinkeleien”. Nach mehreren Wochen kam es nur noch selten zu Rückfällen. Heute, nach einem Jahr, gibt es kaum noch Unfälle, durchschnittlich 2 x im halben Jahr, und zwar meistens dann, wenn es große Veränderungen mit viel Stress gab. Die Halterin ist sehr froh und freut sich, dass ihre Katze jetzt wieder regelmäßig ihre Katzentoiletten aufsucht.

Aufgrund vieler Erfolge findet die Bachblüten-Therapie immer mehr Freunde.

 

Ihre Tierheilpraktikerin und Katzenexpertin in Langenfeld und Umgebung und online

 

Monika Weßeling

0 Kommentare

Weitere interessante Artikel

Interview mit Susann Bernert

Interview mit Susann Bernert

Hallo Susann und schön, dass Du dich zu diesem Interview bereit erklärt hast.
Bevor wir näher darauf eingehen, was Du beruflich machst, würden wir gerne erst einmal ein paar persönliche Dinge über dich erfahren. Könntest Du dich dazu den Lesern kurz vorstellen?

mehr lesen
Homöopathie

Homöopathie

Samuel Hahnemann begründete das Prinzip der Homöopathie. Hinweise auf die Homöopathie finden wir jedoch schon im Alten Testament, bei Aristoteles und Hippokrates.Samuel Hahnemann wurde in Triebischvorstadt geboren. Sein Vater war als Porzellanmaler in der Meißener Porzellanmanufaktur beschäftigt.Hahnemann begann nach seinem Schulabschluss in Meißen 1775 ein Medizinstudium in Leipzig, das er 1779 beendete. Zuerst eröffnete er eine kleine Arztpraxis.

mehr lesen
Mykotherapie

Mykotherapie

Die Behandlung mit Vitalpilzen wird Mykotherapie genannt und ist schon seit vielen tausend Jahren bekannt. Sie hat den Ursprung in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Das Wort mykos kommt aus dem Griechischen und bedeutet Pilz.

mehr lesen